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Akoya-Zuchtperlen:
Als
Akoya-Zuchtperlen bezeichnet man die
klassischen japanischen Zuchtperlen der
Akoya-Auster ("Pinctada martensii" und
"Pinctada fucata"). Sie gilt als eine
der ältesten bekanntesten Perlen und
besticht durch ihre perfekt runden
Formen und ihren brillanten Lüster
(Glanz). Akoya-Zuchtperlen gibt es in
den Größen von 2 mm bis 10 mm. Die
Farbpalette reicht von créme über
weiß-rosé, champagnerfarben bis
graublau.
Biwa-Zuchtperlen:
Hierbei
handelt es sich um japanische
Süßwasser-Zuchtperlen, die durch das
Einpflanzen von Fremdgewebeteilchen in
die Biwa-Muschel ("Hyriopsis schlegeli")
entstehen. Die Größe variiert von 1 mm
bis 16 mm, die Farbenvielfalt reicht von
weiß, pink über grau, apricot, créme und
khaki-goldbraun bis zu schwarz, blau und
anthrazit. Diese Perlenart wird nicht
mehr für den offiziellen Handel
gezüchtet, da der Biwa-See durch
Umwelteinflüsse gekippt ist. Die
bekannteste der Biwa-Zuchtperlen ist die
Drachenperle.
Chinesische-Süßwasser-Zuchtperlen:
Diese
sind kernlose Zuchtperlen, die aus der
Muschelart "Hyriopsis cumingi
(Unionidae)" entstehen.
Süßwasser-Zuchtperlen gibt es in den
Größen von 1 mm bis 20 mm und haben eine
größere Farbenvielfalt von weiß, flieder
über pink, apricot, grau und khaki, und
behandelt sind alle Farben möglich. Die
Beliebtheit dieser Perle wächst
permanent wegen ihrem niedrigen
Anschaffungspreis und der unbegrenzten
Formvielfalt von klassisch rund bis hin
zu allen erdenklichen Fantasieformen.
Kasumigaura-Zuchtperlen:
Die
Kasumigaura-Zuchtperle gehört zur neuen
Generation der japanischen
Süßwasser-Zuchtperlen, benannt nach dem
Kasumigaura-See. Das besondere daran
ist, dass ein runder Kern in die Muschel
eingesetzt wird, woraus eine Perle von
einer stattlichen Größe von 16 mm
entsteht, die sozusagen perfekt rund
ist. Die charakteristischen Farben sind
hell- bis dunkelrosa, orange, violett,
weiß bis hin zu purpur mit einem
ausgezeichneten metallischen Lüster. Da
es nur drei Farmen gibt, und die
Produktionsmengen gering sind, ordnet
man sie den Raritäten zu. Die Nachfrage
übertrifft das Angebot bei weitem.
Mabe-Zuchtperlen:
Unter
Mabe-Zuchtperlen versteht man sogenannte
Halbperlen, das heißt, der Auster
("Magnavicula penguin") werden
halbschalige Kunststoffformen an der
Innenschale eingepflanzt, so dass zum
Beispiel Perlen in runder, ovaler,
Tropfen- oder Herzform entstehen. Die
Muschel bildet dann Perlmutt um den
Kern, der Kunststoffkern wird später
entfernt und durch einen
Perlmutthalbkern ersetzt. Deshalb haben
Mabe-Zuchtperlen auch eine flache
Rückseite. Die Größe der
Mabe-Zuchtperlen variiert zwischen 10 mm
bis 24 mm. Die Farben sind weiß bis
créme, behandelt sogar von schwarz bis
braun. Zu den formverwandten Halbperlen
der Mabe zählt man auch Südsee- und
Tahitihalbperlen.
Südsee-Zuchtperlen:
Hauptzuchtgebiete der Südsee-Zuchtperlen
liegen in Australien, Indonesien,
Philippinen und Tahiti.
Südsee-Zuchtperlen werden mit Kern
gezüchtet. Als Auster verwendet man die
"Pinctada maxima" beziehungsweise die
"Pinctada margaritifera". Die
Farbpalette reicht je nach Zuchtgebiet
von weiß-blau (Australien) über
créme-gold (Indonesien/Philippinen) bis
hin zu hellgrau-schwarz (Tahiti). Die
Südsee-Zuchtperle erreicht eine Größe
zwischen 8 mm bis 40 mm und gehört zu
den teuersten Zuchtperlen. Obwohl die
Tahiti-Zuchtperle als eigene
Zuchtperlenart behandelt wird, gehört
sie ebenso wie die anderen zu den
Südsee- Zuchtperlen. Zum besseren
Verständnis haben wir die
Tahiti-Zuchtperlen als eine
eigenständige Perlart dargestellt.
Tahiti-Zuchtperlen:
Als
Tahiti-Perlen bezeichnet man die
Zuchtperlen der schwarzlippigen
"Pinctada margaritifera", die
hauptsächlich aus Französisch-Polynesien
stammen. Die Größe liegt zwischen 6 mm
und 40 mm. Die Tahiti-Zuchtperle
besticht durch ihre Farben von
silbergrau-grün bis hin zu schwarz mit
irisierenden Nuancen wie grün oder
peacock in ausgezeichnetem Lüster. Sie
wird auch als ´Königin der Perlen´
bezeichnet.
Keshi-Zuchtperlen:
Sie
wachsen im Meer und nicht in
Binnengewässern, entstehen aber durch
Zufall, wenn die Auster den
eingepflanzten Kern abstoßen kann oder
ein Fremdkörper sich in die Muschel
verirrt. Zurückbleibende Gewebeteilchen
werden dann mit Perlmutt umkapselt und
es entstehen ungewöhnlich unregelmäßig
geformte, meist etwas flachere Perlen
bis zu einer Größe von 30 mm. Das
Farbspektrum reicht von silberweiß über
goldfarben bis zu silbergrau und
schwarz. Keshi-Zuchtperlen gibt es als
Akoya-Keshis, Süßwasser-Keshis,
Südsee-Keshis und Tahiti-Keshis.
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